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Direkt aus Madagaskar

Reise-Blog

Was wir erleben, lernen und entdecken – Beitrag für Beitrag.

Abschied von Ambohitsara

Ein letztes Kinderprogramm, ein großes Abschlussfest mit traditionellem Gewand, 24 Stunden Busfahrt zurück in die Hauptstadt – und ein letzter Sonntag in Antananarivo, bevor es zum Flughafen ging.

Mittwoch: der letzte Tag in Ambohitsara

Am Mittwoch haben wir den Morgen noch ein letztes Mal für ein schönes Programm mit den Kindern genutzt. Diese gemeinsame Zeit werden wir auf jeden Fall sehr vermissen! Damit die Kinder eine schöne Erinnerung an uns behalten, haben wir am Ende zusammen Halsketten mit kleinen Holzkreuzen gebastelt. Am Nachmittag fand schließlich ein großes Abschlussfest des gesamten Missionszentrums und Teams statt, bei dem über Stunden hinweg bis zum Abend ein buntes Programm für uns veranstaltet und viel getanzt wurde. Als besondere Überraschung bekamen wir netterweise alle unser eigenes traditionelles Gewand geschenkt!

Kinder im Dorf, das Abschlussfest im Saal und die Fahrt auf der Ladefläche des Lastwagens
Die letzten Stunden mit den Kindern, das große Abschlussfest des Missionszentrums – und am nächsten Morgen der Aufbruch auf der Ladefläche des Lastwagens

Donnerstag: zurück nach Port-Bergé

Am Donnerstagvormittag traten wir dann die Reise von Ambohitsara nach Port-Bergé an, wo wir am Nachmittag ankamen. Dort wurden wir wie schon auf der Hinreise von derselben gastfreundlichen Familie zum Essen eingeladen und haben auch die Nacht vor Ort verbracht.

Freitag und Samstag: 24 Stunden bis nach Antananarivo

So konnten wir am Freitagvormittag gestärkt mit zwei Bussen die lange Fahrt Richtung Antananarivo antreten. Die Reise dauerte wieder einmal rund 24 Stunden, sodass wir am Samstagmorgen in der Hauptstadt ankamen. Nach ein paar Stunden Erholung und Schlaf ging es am Nachmittag auf einen tollen Souvenirmarkt, wo wir alle ein paar Kleinigkeiten und typische madagassische Mitbringsel einkaufen konnten.

Die beiden bepackten Busse, die Straße Richtung Hauptstadt, eine Stadt in der Abenddämmerung und ein gemeinsames Essen unterwegs
Mit zwei Bussen Richtung Hauptstadt: rund 24 Stunden Fahrt, Halte am Straßenrand und ein Abendessen unterwegs
Stände auf dem Souvenirmarkt, Straßen und der Blick über die Dächer von Antananarivo
Antananarivo: der Souvenirmarkt, belebte Straßen und der Blick über die Dächer der Hauptstadt

Sonntag: Mega-Church, Königspalast und Lemuren

Am Sonntagmorgen wartete ein letztes großes Highlight in Madagaskar auf uns: der Besuch einer Mega-Church in der Hauptstadt. Durch die hervorragenden Kontakte unseres Übersetzers, der selbst Teil dieser Gemeinde ist, wurden uns freundlicherweise sogar eigene Übersetzer für den Gottesdienst an die Seite gestellt. Gegen Vormittag haben wir uns für etwas Sightseeing einen alten Königspalast und den städtischen Zoo angeschaut, da wir unbedingt noch echte Lemuren sehen wollten. Nach einer kleinen Pause am Nachmittag haben wir am Abend ein letztes Mal gemeinsam gegessen, bevor wir gegen 20:30 Uhr zum Flughafen für unseren Rückflug aufgebrochen sind.

Der volle Saal der Mega-Church, der alte Königspalast und der Blick über Antananarivo
Sonntag in Tana: der Gottesdienst in der Mega-Church, der alte Königspalast – und der Blick über die Stadt
Palmenallee, See und eine Riesenschildkröte im städtischen Zoo
Im städtischen Zoo: Palmen, Riesenschildkröten und ein letzter entspannter Vormittag
Der Flughafen von Antananarivo bei Nacht, das Gepäck und das Team in der Abflughalle
Abends am Flughafen von Antananarivo: das letzte gemeinsame Warten vor dem Rückflug
Blick durch die Flugzeugkabine, die Flugkarte auf dem Bildschirm und das Flugzeug in Paris
Und dann der lange Heimweg über Paris

Von Anjiakely nach Andranomena

Eine zweite Brandschneise, ein Wochenende im Zeltlager mit herzlichem Empfang, ein Blick in ein madagassisches Zuhause – und ein Tag, der viele von uns tief geprägt hat.

Freitag: Brandschneise, Schule und Kirchenbau

Am Freitag konnten wir am Morgen wieder bei einem Arbeitseinsatz mithelfen: Diesmal haben wir eine noch längere Brandschneise errichtet. Gerade nach dem Schreckensmoment mit dem Buschbrand vor zwei Tagen war das eine extrem sinnvolle, wenn auch körperlich sehr harte Arbeit. Im Anschluss wurden wir durch die örtliche Schule geführt und bekamen einen spannenden Einblick in ihre tägliche Arbeit vor Ort.

Nach dem Mittagessen bot sich für uns die Gelegenheit, beim Bau eines neuen Kirchengebäudes hier in Ambohitsara mit anzupacken, worüber sich die einheimischen Bauhelfer riesig gefreut haben. Am Abend haben wir die Woche schließlich gemeinsam mit den Christen aus dem Dorf bei einer wunderschönen Worship-Session ausklingen lassen.

Die fertige Brandschneise, das Fundament des neuen Kirchengebäudes, die Schulklasse und der Worship-Abend
Freitag: die neue, deutlich längere Brandschneise, das Fundament des künftigen Kirchengebäudes, ein Besuch in der örtlichen Schule – und Worship am Abend

Samstag: Aufbruch nach Anjiakely

Am Samstag haben wir uns für einen weiteren Wochenendeinsatz auf den Weg nach Anjiakely gemacht. Die Anreise war bereits ein kleines Abenteuer: Einige von uns sind zu Fuß gegangen, andere fuhren mit dem Motorrad, während unser Gepäck mit Ochsenkarren dorthin transportiert wurde. Für diejenigen, welche zu Fuß gelaufen sind, stand auf dem Weg allerdings noch eine lange zusätzliche Safari-Wanderung in einen Wald an. Leider haben wir keine besonderen Tiere gesehen. Trotzdem hatten wir eine tolle Zeit und waren froh, dass bei der Wanderung auch noch einige weitere Bewohner aus Ambohitsara dabei waren, welche wir dabei noch besser kennenlernen konnten. Angekommen vor Ort in Anjiakely haben wir sofort unser Zeltlager aufgebaut. Bei einem ersten Treffen mit der Bevölkerung wurden wir außerordentlich herzlich empfangen. Die Dorfbewohner äußerten sogar spontan den Wunsch, vor Ort eine eigene Gemeinde zu gründen. Am Abend startete das Evangelisationsprogramm, bei dem das Evangelisationsteam aus Ambohitsara verschiedene Videoclips und einen Jesus-Film gezeigt hat.

Waldsee auf der Wanderung, die rote Piste, das erste Treffen mit den Dorfbewohnern und der Sternenhimmel über den Hütten
Samstag: die Safari-Wanderung durch den Wald, die rote Piste nach Anjiakely, das erste Treffen mit den Dorfbewohnern – und der Sternenhimmel über dem Dorf

Sonntag: Gottesdienst, Hausbesuch – und Cola

Am Sonntagmorgen feierten wir schließlich einen bewegenden Gottesdienst in Anjiakely: Wir durften gemeinsam Lobpreis machen, das Evangelium teilen und nebenbei mit den kleineren Kindern spielen. Nach dem Gottesdienst fand, wie schon am vergangenen Sonntag, ein gemeinsames Mittagessen mit den Besuchern aus dem Dorf statt. Im Anschluss wurden ein paar von uns netterweise von einer Bewohnerin in ihr Haus eingeladen, wodurch wir einen faszinierenden Einblick in ein typisches madagassisches Zuhause bekommen konnten.

Nach dem Abbau unseres Lagers machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Ambohitsara. Ein riesiges Highlight erwartete uns dort nach der Ankunft: Doris, die über das Wochenende in Ambohitsara geblieben war, hatte tatsächlich ein paar Flaschen Cola für uns besorgt. Ein echter Luxus, auf den wir uns schon seit zwei Wochen gefreut hatten!

Unsere Sanitäranlage aus Holz, der Gottesdienst unter blauen Planen, ein Blick in ein madagassisches Haus und die ersehnte Flasche Cola
Sonntag in Anjiakely: unsere Sanitäranlage aus Holz, der Gottesdienst unter den Planen, ein Einblick in ein madagassisches Zuhause – und zurück in Ambohitsara die lang ersehnte Cola

Montag: Feedbackrunde und Lobpreisabend

Am Montag stand zum Wochenstart ein weitestgehend ruhiger Tag für uns an: Den Morgen haben wir für eine gemeinsame Feedbackrunde zur gesamten bisherigen Reise genutzt, während der Nachmittag allen zur freien Verfügung stand und wir etwas Zeit zum Wäschewaschen hatten. Am Abend durften wir wieder einmal den regelmäßigen Lobpreisabend mit den Christen im Dorf leiten.

Dienstag: Outreach in Andranomena

Heute Morgen hat sich der Großteil unserer Gruppe zu einem neuen Outreach auf den Weg nach Andranomena gemacht, da die dortige Bevölkerung explizit darum gebeten hatte. Vor Ort stand unter anderem ein Treffen mit dem lokalen Bürgermeister auf dem Programm!

Ein ganz besonderes und tiefgreifendes Erlebnis erwartete uns zudem in einem kleinen Nachbarort von Andranomena: Gemeinsam mit dem Evangelisationsteam durften wir miterleben, wie ein 15-jähriges Mädchen von Dämonen befreit wurde. Das Mädchen war danach so erfüllt von Jesus, dass es den rund sieben Kilometer langen Rückweg nach Ambohitsara komplett mit uns zu Fuß gelaufen ist! Berührt von diesem Erlebnis haben sich am selben Tag auch beide Eltern der 15-Jährigen für ein Leben mit Jesus entschieden. Für viele von uns war dieser Tag eine völlig neue und prägende Erfahrung.

Heute Abend erwarten wir außerdem Besuch von einigen Mitarbeitern des Missionszentrums, um im Hinblick auf unseren baldigen Abschied gemeinsam Zeit am Lagerfeuer zu verbringen.

Das Dorf Andranomena mit Palmen, das Gemeindehaus der Commune Rurale Andranomena, die rote Piste und der Rückweg zu Fuß
Dienstag in Andranomena: das Dorf unter Palmen, das Gemeindehaus der Commune Rurale – und der lange Rückweg zu Fuß nach Ambohitsara

Zwischen Sternenhimmel und Buschbrand

Ein ruhiger Start in die Woche, Spiele und Theater mit den Kindern, ein Arbeitseinsatz, der uns alles abverlangt hat – und eine Nacht, in der wir für einen Wechsel der Windrichtung gebetet haben.

Montag: Erholung, Worship und Sternenhimmel

Zum Wochenstart hatten wir am Montag nach dem anstrengenden Wochenende einen ruhigen Tag zur Erholung mit wenig Programm. Die Zeit konnten wir gut nutzen, um uns ein wenig Zeit für uns selbst zu nehmen oder die staubige Wäsche vom Wochenende zu waschen. Am Nachmittag haben wir den Kindern einfach ein paar Spiele gegeben und waren am Abend bei der wöchentlichen Worship-Session mit den einheimischen Christen in der Schulkantine. Danach sind wir mit einigen aus dem Team noch kurz zum neuen Grundstück des Missionszentrums gelaufen, wo wir letzte Woche schon einmal bei Sonnenuntergang Worship gemacht hatten, um dort gemeinsam den wunderschönen Sternenhimmel und den Mondaufgang zu beobachten.

Kinder beim Seilspringen und Ballspielen im Dorf sowie die Milchstraße am Nachthimmel
Montag in Ambohitsara: Seilspringen, Bälle und Spiele mit den Kindern – und nachts die Milchstraße über dem neuen Grundstück

Dienstag: in den Dörfern und beim Kinderprogramm

Der Dienstag startete wie schon in der Vorwoche früh um 6:00 Uhr mit dem Frühstück, da wir uns bereits um 7:00 Uhr mit dem Alphabetisierungsteam auf den Weg in zwei umliegende Dörfer machten. Dort konnten wir den Vormittag über wieder mit den Kindern tanzen, spielen und ihnen eine kurze Bibelgeschichte als Theaterstück vorspielen. Nachmittags fand dasselbe endlich auch wieder für die Kinder in Ambohitsara statt. Sie haben immer riesigen Spaß dabei und kommen oft schon ganz früh zu uns, um sich Bälle oder Memory-Spiele auszuleihen. Den Abend haben wir mit einer Worship-Session in kleiner Runde unter uns ausklingen lassen.

Der Weg in die Nachbardörfer, Tanzen mit den Kindern unter einem Baum und ein Sonnenuntergang
Dienstag: der Weg in die Nachbardörfer, Tanzen mit den Kindern – und der Sonnenuntergang zum Tagesausklang

Mittwoch: schwere Steine und Worship im Dorf

Am Mittwochmorgen haben wir ab 9:00 Uhr wieder bei einem Arbeitseinsatz im Dorf mit angepackt, der diesmal äußerst anstrengend war: Es mussten schwere Steine und Sandsäcke zu einer Baustelle getragen werden. Zu unserem Glück waren wir viele Helfer, und selbst einige Kinder haben mit angepackt und kleinere Steine getragen. Am Abend durften wir zum zweiten Mal den gemeinsamen Worship mit den Christen im Dorf leiten.

Die Nacht, in der das Feuer nicht weiterrollte

In der darauffolgenden Nacht gab es plötzlich einen Schreckensmoment, als ein Buschbrand ausbrach und sich durch den starken Wind schnell auf das Dorf zubewegte. Da das Feuer in kürzester Zeit einen großen Teil von Ambohitsara hätte zerstören können, haben wir sofort gemeinsam Worship gemacht und für einen Wechsel der Windrichtung gebetet. Direkt nach unserer Gebets- und Lobpreisrunde konnten wir beobachten, wie das rötliche Leuchten am Nachthimmel über dem Dorf nachließ. Das Feuer rollte nicht weiter auf uns zu!

Kinder tragen Sandsäcke zur Baustelle, Sonnenuntergang, Worship im geschmückten Saal und das rote Leuchten des Buschbrands am Nachthimmel
Mittwoch: selbst die Kinder tragen Sandsäcke zur Baustelle, abends Worship mit den Christen im Dorf – und nachts das rote Leuchten des Buschbrands hinter dem Zaun

Donnerstag: wieder unterwegs mit dem Alphabetisierungsteam

Der Donnerstag bestand wie schon der Dienstag aus einem Ausflug mit den Alphabetisierungsteams in andere Dörfer. Am Abend konnten wir den Tag schließlich wieder bei gemütlichem Lobpreis am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Begegnung mit Kindern unter einem Baum, Wanderung durch das hohe Gras, eine Schlange am Weg und das Lagerfeuer am Abend
Donnerstag: unterwegs mit dem Alphabetisierungsteam, ein Schlangengast am Wegesrand – und Lobpreis am Lagerfeuer

Ein Wochenende im entlegenen Dorf

Mit Motorrädern über die Pisten, zwei Nächte im Zelt, ein frisch verputztes Schulgebäude, ein Filmabend unter freiem Himmel – und zurück ging es mit dem Ochsenkarren.

Freitag: mit dem Motorrad ins Dorf

Dieses Wochenende war für uns alle ein sehr besonderes Erlebnis! Am Freitag haben wir nämlich unser Lager in Ambohitsara für einen Outreach in ein entlegenes Dorf verlassen. Zu unserer großen Freude ging es mit Motorrädern dorthin, was riesigen Spaß gemacht hat, weil man so viel von der wunderschönen Landschaft erleben konnte. Dafür haben wir uns in mehrere Gruppen aufgeteilt, die nacheinander in Ambohitsara gestartet sind. Angekommen im Zieldorf, hat die erste Gruppe sofort unsere drei Zelte aufgebaut, in denen wir die kommenden zwei Nächte übernachten konnten.

Samstag: Schule verputzen und der erste Outreach-Abend

Am Samstag begann der Tag für uns schon früh mit einem Arbeitseinsatz: Wir haben das Schulgebäude des Dorfes neu verputzt. Da die meisten von uns so etwas zum allerersten Mal gemacht haben, konnten wir gleich etwas Neues lernen und hatten viel Freude dabei. Am Abend fand schließlich der erste Teil des Outreach-Events statt, bei dem wir das Evangelisationsteam des Missionszentrums begleiteten. Dieser Abend diente vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen und der Gemeinschaft. Rund 200 Menschen waren dabei – das waren etwa 90 % des gesamten Dorfes! Wir als Team haben ein paar deutsche Lieder gesungen und dazu getanzt. Später am Abend wurde noch ein Film über das Leben von Jesus gezeigt. Für viele Dorfbewohner war das etwas ganz Besonderes, da einige von ihnen vermutlich noch nie zuvor in ihrem Leben einen Film gesehen hatten.

Fahrt mit dem Motorrad, unser Zeltlager in der Dämmerung, das Verputzen des Schulgebäudes und der Outreach-Abend unter freiem Himmel
Mit den Motorrädern ins Dorf, unser Zeltlager für zwei Nächte, das frisch verputzte Schulgebäude – und der Outreach-Abend unter freiem Himmel

Sonntag: Gottesdienst und Ochsenkarren

Am Sonntagmorgen folgte dann das eigentliche Highlight des Wochenendes: der gemeinsame Gottesdienst. Die Predigt wurde sogar an unser Team übergeben und von Jonatan gehalten. Der Gottesdienst dauerte insgesamt etwa drei Stunden und klang mit einem gemeinsamen Mittagessen mit den Dorfbewohnern aus. Danach haben wir allmählich unsere Sachen gepackt und das Zeltlager wieder abgebaut. Für den Rückweg teilten wir uns erneut auf: Während eine Gruppe direkt mit den Motorrädern zurück nach Ambohitsara fuhr, machte sich die andere Gruppe parallel mit mehreren Ochsenkarren auf den Weg – auch das war ein völlig neues und unvergessliches Erlebnis für uns!

Gottesdienst und gemeinsames Mittagessen unter blauen Planen sowie Ochsenkarren für den Rückweg
Sonntag im Dorf: Gottesdienst und gemeinsames Mittagessen unter den Planen – und die Ochsenkarren für den Rückweg nach Ambohitsara

Ein Zaun, der zusammenwächst

Frische Äste, die einmal ein Zaun werden sollen, ein Theaterstück über Jesus und die Kinder, ein Lobpreisabend auf Einladung – und wieder früh morgens hinaus in die Nachbardörfer.

Mittwoch: Löcher graben, Äste pflanzen

Am Mittwoch konnten wir am Morgen wieder bei einem Arbeitseinsatz im Dorf mithelfen: Gemeinsam mit den Bewohnern haben wir einen Zaun neben dem Grundstück des Missionszentrums errichtet. Dafür haben wir alle paar Zentimeter ein kleines Loch gegraben und frische Äste eingepflanzt, die mit der Zeit zu einem natürlichen Zaun zusammenwachsen sollen. Besondere Freude hat es gemacht, dass gegen Ende selbst viele kleine Kinder mitgeholfen und fleißig Wasserflaschen zum Gießen herbeigeholt haben. Wir waren wieder einmal erstaunt, wie viel man an so einem Morgen mit vielen anpackenden Händen schaffen kann!

Kinderprogramm und Lobpreisabend

Am Nachmittag stand wieder unser Kinderprogramm an. Diesmal haben wir die Geschichte, in der Jesus die Kinder segnet, als kurzes Theaterstück aufgeführt. Anschließend gab es wie jeden Tag viel Zeit zum Fußballspielen und Tanzen, was den Kindern jedes Mal riesigen Spaß macht. Am Abend wurden wir schließlich dazu eingeladen, den Lobpreisabend anzuleiten. Die Menschen vor Ort waren besonders begeistert, einmal unsere Lieder zu hören.

Zaunbau mit Ästen und Gießwasser, spielende Kinder und Fußball auf dem Platz am Abend
Mittwoch in Ambohitsara: Löcher graben und Äste setzen für den neuen Zaun, Spiele mit den Kindern und Fußball bis zum Abend

Donnerstag: wieder hinaus in die Dörfer

Gestern begann der Tag für uns wieder früh um 5:30 Uhr. Nach dem Frühstück machten wir uns gegen 7:00 Uhr erneut in zwei Gruppen mit dem Alphabetisierungsteam auf den Weg in zwei verschiedene Dörfer, um die Arbeit vor Ort zu unterstützen und den Menschen zu begegnen. Wir haben mit den Kindern getanzt, persönliche Zeugnisse geteilt und für einige Bewohner gebetet.

Zurück im Camp

Zurück in unserem Camp in Ambohitsara hatten wir am Nachmittag die Gelegenheit, unseren wundervollen Köchinnen das Evangelium zu verkünden und für sie zu beten. Danach bekamen wir noch eine Führung durch die Nähwerkstatt des Missionszentrums und nutzten die verbleibende freie Zeit für ein wenig Wäsche waschen.

Lobpreisabend im geschmückten Saal, Unterricht an den Tafeln in den Dörfern und die Nähwerkstatt des Missionszentrums
Der Lobpreisabend im geschmückten Saal, die Alphabetisierungsstunden an den Tafeln in den Dörfern – und ein Blick in die Nähwerkstatt des Missionszentrums

Unsere ersten Einsätze in Ambohitsara

Eine Brandschneise, der erste Gottesdienst, Fußball und Theater mit den Kindern und die ersten Wege in die Nachbardörfer: Seit dem Wochenende sind wir richtig angekommen – und mittendrin.

Samstag: Brandschneise und Fußball

Am Samstag konnten wir endlich unserer ersten richtigen Aufgabe nachgehen: In der Nähe des kürzlich neu eröffneten Krankenhauses haben wir mit etwa 20 Personen eine Brandschneise errichtet und dafür trockenes Gras gerodet. In einer kurzen Pause konnten wir mit den Kindern vor Ort eine Runde Fußball spielen. Zu unserer Überraschung bauten die Kinder in unserer zweiten Arbeitssession nach der Pause innerhalb kürzester Zeit selbstständig zwei Tore auf dem Feld auf, auf dem wir zuvor mit ihnen gespielt hatten. Den Nachmittag nutzten wir für weitere Spiele mit den Kindern sowie für persönliche Zeit mit Gott.

Sonntag: unser erster Gottesdienst

Am Sonntag durften wir hier unseren ersten Gottesdienst in Madagaskar feiern! Dieser fand praktischerweise in einem Klassenzimmer direkt neben unserem Camp statt und wurde von sehr vielen Menschen aus dem Dorf besucht. Nachmittags hatten wir erneut Zeit zum Bibellesen, Tanzen und Spielen mit den Kindern. Gegen 17:00 Uhr haben wir auf einem Fußballplatz etwas außerhalb des Dorfes bis zum Sonnenuntergang Lobpreis gemacht, begleitet von einigen kleinen Kindern aus dem Dorf. Wir lieben es, jeden Tag aufs Neue die Fröhlichkeit der Kinder zu erleben und ihr Strahlen zu sehen!

Arbeitsgruppe mit Spaten, tanzende Kinder auf dem Fußballplatz, große Gruppe vor dem Klassenzimmer und Lobpreis bei Sonnenuntergang
Die ersten Tage in Ambohitsara: der Arbeitseinsatz mit Spaten und Hacken, Spiele und Tänze mit den Kindern – und Lobpreis bis zum Sonnenuntergang

Montag: Pflanzlöcher und das erste Kinderprogramm

Zum Wochenstart am Montag stand am Morgen wieder ein handwerklicher Arbeitseinsatz an: Wir haben den Bewohnern von Ambohitsara beim Ausheben von Pflanzlöchern und beim Bepflanzen geholfen. Bei einem anschließenden Spaziergang durch das Dorf trafen wir auf einige Frauen, die im Schatten Pause machten. Wir durften ihnen von Jesus und der frohen Botschaft erzählen – und einige von ihnen haben spontan ihr Leben Jesus übergeben. Was für ein Fest! Am Nachmittag fand unser erstes Kinderprogramm statt: Wir haben die Geschichte von Davids Salbung zum König als Theaterstück aufgeführt, gemeinsam getanzt, gespielt und gebastelt.

Dienstag: unterwegs in den Nachbardörfern

Heute Morgen haben wir uns bereits um 7:00 Uhr für unseren ersten Einsatz außerhalb von Ambohitsara aufgeteilt. Zusammen mit dem lokalen Alphabetisierungsteam des Missionszentrums sind wir in zwei verschiedene Dörfer gewandert, die etwa eine Stunde entfernt liegen. Zum Einstieg haben wir mit den Bewohnern Lieder gesungen, bevor das Alphabetisierungsteam mit seiner Arbeit startete. Währenddessen konnten wir die Dörfer ein wenig kennenlernen. Nach unserer Rückkehr am Mittag gestalteten wir am Nachmittag wieder ein buntes Programm für die Kinder, was uns allen riesigen Spaß gemacht hat!

Schiefertafeln des Alphabetisierungsteams, Bewohner im Bananenhain, das Team auf dem Weg durch die Landschaft und am Fluss
Eine Stunde zu Fuß in die Nachbardörfer – und die Schiefertafeln, mit denen das Alphabetisierungsteam arbeitet
Gruppenbilder mit Dorfbewohnern unter Bäumen und gemeinsames Singen und Tanzen mit den Kindern
In den Dörfern: gemeinsame Lieder, Tanz mit den Kindern und Gruppenbilder im Schatten der Bäume

Von Tana über Port-Bergé nach Ambohitsara

Zwei Tage in der Hauptstadt, eine Nacht auf der Straße und ein letzter Abschnitt im Dunkeln: Inzwischen sind wir an unserem eigentlichen Ziel angekommen.

Dienstag in der Stadt

Am Dienstag wurden wir nach dem Frühstück mit einem kleinen Bus abgeholt, um in die Stadt zu fahren. Wir haben uns riesig über die super Versorgung, das leckere Essen und die großartige Gastfreundschaft gefreut! Wir erleben hier eine wirklich gute geistliche Gemeinschaft, liebevolle Christen vor Ort sowie gesegnete Gebets- und Lobpreiszeiten.

Nach dem Mittagessen in einem kleinen Restaurant hat sich das Team aufgeteilt: Ein Teil ging zur Bank, um Geld zu wechseln, während die anderen Vorräte für unseren Einsatz besorgten. Anschließend waren wir noch in einem Musikgeschäft sowie einem Outdoor-Laden und haben drei große Zelte für die bevorstehenden Evangelisationseinsätze in den Dörfern gekauft.

Tana – laut, jung und voller Eindrücke

Die Hauptstadt Antananarivo („Tana“) mit ihren rund zwei Millionen Einwohnern ist unglaublich belebt: Sehr viele junge Leute sind auf den Straßen unterwegs, überall fahren kleine Motorräder, es ist laut, voller interessanter Gerüche, spannender Gebäude und faszinierender Eindrücke. Wir hatten sogar Gelegenheit, für Menschen vor Ort zu beten, spontan Lobpreis anzustimmen und ein wenig die Stadt zu erkunden.

Die lange Fahrt nach Port-Bergé

Am nächsten Morgen sind wir noch einmal früh in die Stadt gefahren, um letzte Erledigungen zu machen, unter anderem haben wir eine Trommel für die Worshipzeiten besorgt. Danach haben wir den Bus für die lange Reise nach Port-Bergé gepackt und konnten gegen 13:00 Uhr endlich starten. Die Fahrt ging durch die gesamte Nacht und hat am Ende leider deutlich länger gedauert als die erwarteten 15 Stunden.

Gemeinsames Essen, der bepackte Bus und nachts der Lastwagen für den letzten Abschnitt
Unterwegs: der vollgepackte Bus für die Fahrt nach Port-Bergé – und nachts der Lastwagen für den letzten Abschnitt

Ankunft in Port-Bergé

Erst am darauffolgenden Morgen sind wir am Donnerstag gegen 11:00 Uhr in Port-Bergé angekommen. Den Rest des Tages haben wir auf dem Markt verbracht und uns etwas Zeit zum Ausruhen gegönnt. Zum Mittag- und Abendessen wurden wir von einer sehr netten und außerordentlich gastfreundlichen Familie verpflegt, die dem Missionszentrum nahesteht.

Straßen, ein Zebukarren und Marktstände in Port-Bergé
Eindrücke aus Port-Bergé: Straßen, Zebukarren und die Stände auf dem Markt

Endlich in Ambohitsara

Gegen 23:00 Uhr abends konnten wir schließlich den letzten Abschnitt der Reise nach Ambohitsara antreten, wo wir spät in der Nacht ankamen. Den heutigen Tag haben wir hauptsächlich genutzt, um den ersten Menschen hier zu begegnen und uns von den Strapazen der langen Fahrt zu erholen. Am Nachmittag wurden wir außerdem von Einheimischen zu einer kurzen Andacht mit Gebet und Worship eingeladen. Ab morgen starten wir dann voraussichtlich mit unseren ersten richtigen Aufgaben und dem eigentlichen Einsatz vor Ort.

Schild des Zentrums in Ambohitsara, Geländewagen, gemeinsames Essen und Kinder vor ihren Häusern
Angekommen in Ambohitsara: das Schild des Zentrums, unser Transport, gemeinsames Essen und die ersten Begegnungen im Dorf

Angekommen in Antananarivo

Hallo liebe interessierte Leser unseres Madagaskar-Missionstrip-Blogs. Hier möchten wir die ersten Erlebnisse, Eindrücke und Bilder unserer Hinreise nach Antananarivo mit euch teilen.

Ankunft am Sonntagabend

Als wir am Sonntagabend nach einer knapp 15-stündigen Flugreise von München über Paris in Madagaskar ankamen, wurden wir zu unserer Freude trotz der späten Uhrzeit von unseren tollen Gastgebern hier in der Hauptstadt Antananarivo noch mit einem warmen Abendessen empfangen.

Unser erster voller Tag

Unseren insgesamt zweiten Reisetag und ersten vollen Tag in Madagaskar haben wir erst einmal ruhig angehen lassen: Wir haben etwas länger geschlafen und den Tag nach dem Frühstück mit einer wunderbaren Bible- und Worshipzeit gestartet. Da hier die Sonne bereits vor 18 Uhr, und damit deutlich früher als in Deutschland untergeht, haben wir den Rest des Tages mit viel Gemeinschaft, tollen Gesprächen in der Gruppe und ein paar Spielen ausklingen lassen.

Wie es weitergeht

Für den heutigen Tag ist unser erster kleiner Ausflug in die Stadt geplant, bei dem wir noch ein paar Kleinigkeiten erledigen und uns ein wenig umsehen möchten. Morgen werden wir dann voraussichtlich endlich die Weiterreise an unser eigentliches Ziel, Ambohitsara, antreten.

Das Team mit Gepäckwagen am Flughafen von Antananarivo und beim ersten gemeinsamen Abendessen
Angekommen: erst mit all unserem Gepäck am Flughafen von Antananarivo – und kurz darauf schon am gedeckten Tisch unserer Gastgeber
Matratzen nebeneinander auf dem Boden – unser Nachtlager in Antananarivo
Unser Nachtlager im Gästehaus des Missionszentrums in Antananarivo

Wir freuen uns, wenn ihr uns weiterhin auf unserer Reise und unserem Blog begleitet! Aufgrund der mitunter schwankenden Internetverbindung werden wir den Blog voraussichtlich alle 2–3 Tage mit den jeweiligen Erlebnissen aktualisieren.